Potenzmittel - was Sie schon immer über Potenzmittel wissen wollten.

Potenzmittel rezeptfreiSich über Potenzmittel zu informieren ist kein leichtes Unterfangen. Man findet zu dem Thema zwar einiges, jedoch handelt es sich häufig um Werbung mit eher zweifelhaftem Informationsgehalt, schließlich lässt sich damit viel Geld verdienen. Mit vollmundigen Versprechungen werden oft wirkungslose Präparate an den Mann gebracht, aus potenziellen Kunden werden nur selten wieder potente Kunden. Dabei können Potenzmittel vielfach helfen, verloren gegangene Potenz zurückzuerlangen.

Unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Potenzmittel versteht man Substanzen, die Erektionsstörungen für eine bestimmte Zeitspanne überwinden helfen. Wie groß die Zeitspanne ist, hängt von dem Mittel und nicht zuletzt von der Person selbst ab. Eine Heilung im klassischen Sinne, vergleichbar der Heilung einer Lungenentzündung durch Antibiotika, sollte allein durch die Einnahme von Potenzmitteln nicht erwartet werden. Es gibt aber in vielen Fällen Therapieansätze, die zur vollständigen Überwindung der Erektionsschwäche führen. Potenzmittel können den Prozess unterstützen und mitunter beschleunigen.

Arten von Potenzmittel

  • Verschreibungspflichtige Medikamente
    • PDE-5-Hemmer: Viagra (Sildenafil), Levitra (Vardenafil), Cialis (Tadalafil)
    • Sonstige (Yohimbin Handelsname: Yocon-Glenwood®, Yohimbin Spiegel®)
  • Rezeptfreie Potenzmittel
    • Natürliche Potenzmittel
    • Pflanzliche Potenzmittel
    • Nahrungsergänzungen (i.d.R. Nährstoffkombinationen natürlichen und pflanzlichen Ursprungs)
  • Aphrodisiaka

PDE-5-Hemmer - verschreibungspflichtige Medikamente:

Potenzmittel-ViagraIm Jahre 1998 wurde von der Firma Pfizer mit Viagra erstmals ein wirkungsvolles Medikament zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion auf den Markt gebracht. Vier Jahre später folgte das Medikament Cialis des Pharmakonzerns Eli Lilly und ein weiteres Jahr später Levitra von Bayer Healthcare. Das Grundprinzip dieser Wirkstoffklasse beruht auf die Hemmung eines Enzyms, der sogenannten Phosphodiesterase Typ 5 (PDE 5). Dieses Enzym baut im Körper den Botenstoff namens cGMB ab, welcher bei der Entstehung einer Erektion wichtig ist, da er dafür sorgt, dass sich die Muskulatur entspannt und so das Glied stärker durchblutet wird. Die Wirksamkeit dieser Medikamente ist sehr hoch, setzt jedoch voraus, dass der Organismus selber ausreichend Stickstoff (NO) und cGMB produziert und dass die Nervenbahnen und Blutgefäße der Schwellkörper noch ausreichend funktionsfähig sind. Das ist z.B. bei den meisten Querschnittslähmungen der Fall.

Sonstige verschreibungspflichtige Medikamente auf pflanzlicher Basis

Bis zur Einführung der PDE-5-Hemmer (Viagra, Cialis, Levitra) war Yohimbin (Handelsnamen: Yocon-Glenwood® und Yohimbin Spiegel®) das weltweit am häufigsten eingesetze und zugleich einzige rezeptpflichtige Medikament auf rein pflanzlicher Basis zur Behandlung von Erektionsstörungen. Der aus der Rinde des afrikanischen Yohimbe-Baums extrahierte Wirkstoff ist ein sogenannter Alpha-2-Rezeptorenblocker, der im Gehirn wie im Penis die für eine Erektion negativen Impulse wie Anspannung, Stress und Versagensängste blockiert. Yohimbin gilt daher bei psychisch bedingten Erektionsstörungen auch nach der Markteinführung von Viagra & Co. als probate Behandlungsmethode.

Die Vielfalt rezeptfreier Potenzmittel

Während die Zahl der rezeptpflichtigen Potenzmittel - wir reden hier von Medikamenten zur oralen Einnahme, also keine medizinischen Hilfmittel, die es auch gibt und auf die wir nachfolgend noch eingehen werden - mit gerade mal vier Vertretern (Viagra, Cialis, Levitra und Yohimbe) sehr überschaulich ist, findet man auf dem Gebiet der rezeptfreien Potenzmittel eine nahezu unerschöpfliche Anzahl an unterschiedlichsten Substanzen und Produkte. Dies macht es für Betroffene oftmals schwierig, ein passendes Mittel zu finden, bietet aber auch Chancen für Alternativen zu den oben beschrieben Medikamenten. Bei allen Unterschieden dieser Mittel, haben diese in aller Regel doch Eines gemeinsam: Der Eintritt der Wirkung erfolgt nicht so schnell wie bei den Medikamenten-Potenzmittel. Deshalb müssen sie über einen gewissen Zeitraum regelmäßig eingenommen werden, bis sich eine Wirkung einstellt. Die Behandlung mit rezeptfreien Potenzmittel ist prinzipiell sanfterer Natur und gibt dem Organismus Zeit, funktionelle Störungen zu Beseitigen oder zu vermindern.